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FROHE OSTERN WÜNSCHEN WIR EUCH

Foto: GG Jurten-Kindergarten im Altai

 

Galsan Tschinag hat im Frühjahr doch entschlossen, aber nur eine Veranstaltung in Europa zu machen

11. Mai 2019  um 18 Uhr –  in  Waldhof bei Kirchhundem-Oberhundem 57399.
Tel.: 0 27 23-686335
Mobil 01 71-58 26 919

 

 

 

 

Erfolgreiche Verteilung von Heu und Kraftfutter im Altai bei den Nomaden
Februar 2019


Die Verteilung von Heu und Kraftfutter für die betroffenen Nomaden im Kreis 6 und 8 der Provinz Ölgy konnte erfolgreich zu Ende gebracht werden.
Im Namen der Nomaden sagen wir ein herzliches Dankeschön an unsere Spenderinnen und Spender und unsere Freunde. Ohne Sie wäre es nicht möglich gewesen so schnell und gezielt zu helfen.
Ich lade Sie ein, meinen detaillierten Bericht über die letzten Tage vor Ort im hohen Altai bei der Begleitung des Hilfskonvois zu den Nomaden zu lesen. 
Barbara Simeon
Präsidentin OHfM

Ausgangslage:
In bestimmten Bezirken der Provinz Ölgy, im äussersten Westen der Mongolei, herrschte seit Anfang November 2018 eine extreme Kälte und eisige Stürme. Es gab viel Schnee und besonders Schneeverwehungen durch den starken Wind und Temperaturen von bis -50°C über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Diese Wetterextreme haben von den Menschen und Tieren alles abverlangt.
Die Nomaden haben Yaks, Pferde, Schafe und Ziegen. Sie leben von der Milch und bereiten damit viele verschiedene Milchprodukte zu, sie leben vom Fleisch und von der Wolle. Das ist ihre Existenz. Sie leben von und mit ihren Tieren. Die Tiere gehen das ganze Jahr weiden. Die Nomaden ziehen mit den Jahreszeiten mit und verlagern ihre Jurten von Weideplatz zu Weideplatz. Im Winter leben sie in Winterlagern, meist höher in den Bergen auf einer windgeschützten Anhöhe. In der neuen Zeit haben die meisten Nomadenfamilien kleine flache Holzhüttchen, bestehend aus einem Raum, die wärmer sind als Jurten. Die Tiere haben für die Nacht nicht immer einen Stall mit Dach, meist nur ein Gehege aus Steinen. Die Tiere sind sehr genügsam und so suchen sie unter dem Schnee oder in der Steinsteppe nach Grashalmen. Die Yaks bevorzugen die höheren Lagen.
Im Frühjahr und Sommer 2018 hat es wenig geregnet, so dass die Tiere jetzt im Winter wenig Futter auf den Weideflächen finden konnten, dazu kam viel Schnee, so dass sie nicht an die Halme kamen. Das wenige Futter, dass sie finden konnten, verlangte, dass sie den Radius ausdehnen mussten. Die Yaks wurden in höhere Gebirgstäler getrieben.

Mönköö: Ich habe unsere Yaks hoch in den Bergen an einer windgeschützten Stelle zusammengetrieben und gehofft, sie finden dort noch Futter. Dort habe ich einen kleinen Ovo gebaut und jeden Tag gebetet, dass meine Tiere überleben. Meine Brüder haben zu Hause bei ihrem Ovo gebetet. Es war sehr, sehr kalt. Ich habe alle Ersparnisse aufgebraucht und sogar einen kleinen Kredit aufgenommen um ein bisschen Kraftfutter zu kaufen, mehr hatte ich nicht. Ich war am Ende. Und jetzt ist Hilfe gekommen.»

Die kargen Weideplätze, die diesen Winter nicht viel hergaben und die langanhaltende Kälte hat die Tiere komplett ausgezerrt. Sehr viele Yak-Jungtiere, die im März 2018 zur Welt kamen, haben dieses Extrem nicht überlebt. Die Nomaden versuchten unter allem Umständen die trächtigen Muttertiere am Leben zu erhalten. Sie bekamen eine alte Decke und wenn Geld vorhanden war ein bisschen Heu oder Kraftfutter.
Die Nomaden sagen: Wenn ein Tier einmal liegt, dann muss es schnell wieder auf die Beine gebracht werden, sonst wird es verenden.
Bitte versuchen Sie sich vorzustellen, dass diese täglichen über Wochen sich ausdehnenden Anstrengungen um viele einzelne Tierleben auch die Nomaden an ihre körperlichen und menschlichen Kräfte brachte. Sie blieben den ganzen Tag draussen bei ihren Tieren bei Eiseskälte. Ein Nomade klagt nicht und jammert nicht. Sie sind schicksalsergeben und dennoch kämpferisch.

Ankunft in Ölgy
Als wir am Samstagfrüh, dem 23. Februar 2019 in Ölgy auf dem kleinen Bezirksflughafen gelandet sind, wurden wir sofort von unserem Fahrer Ueyten mit einem russischen Kleinbus in die Stadt zum Treffen mit den Heuverkäufern gefahren.

Wir trafen dort auch einen Freund von Galtai, Enkhbayar. Er hatte in enger Absprache mit Galtai vor Ort Vor-Verhandlungen mit Heu- und Kraftfutterverkäufern geführt. Die Verkaufsverhandlunge gingen jetzt weiter.

Wir wurden von Enkhbayar zum Frühstück eingeladen mit den Worten: «Menschen, die so viel Gutes tun, soll man beschenken».
Danach besichtigten wir in der Stadt verschiedene Heuladungen und auch das Kraftfutterlager.

Der Vierzigtonner wurde aus Zengel bestellt und wurde durch ein paar kräftige Männer mit den Zentnersäcken voll Kraftfutter beladen.

Da dieses «Koloss» auf der unbefestigten Piste, die teilweise auch schneebedeckt war, lediglich mit 20-30 Stundenkilometer fahren konnte und an die 90 km Fahrt bevorstand, fuhr der LKW noch am Nachmittag los. Auf schneebedecktem Anstieg rutsche das Gefährt rückwärts-seitlich die Anhöhe zurück und wäre beinahe gekippt, was der erfahrene Fahrer gerade noch verhindern konnte. Er konnte sich mit Hilfe seines Beifahrers auch selber wieder aus der misslichen Lage befreien und seine Fahrt fortsetzen.
Am Abend noch bekam Galtai einen Anruf von einem Freund, der gerade mit einem russischen Jeep eine Teilstrecke, die wir morgen fahren mussten hinter sich brachte. «Bitte fahrt vorsichtig, es ist sehr rutschig und glatt». Diese Info wurde sofort an die Fahrer per Handy weitergegeben, da sie noch im Radius waren, wo es Handyempfang gab. Wir waren mit ein paar Freunden zusammen und haben in einem kleinen Ritual den Altaihimmel um Hilfe gebeten, dass wir sicher am Ziel ankommen am nächsten Tag.
Die vier anderen Camions mit den Heuballen fuhren am Sonntagmorgen um Fünf Uhr in Ölgy ab. Wir verliessen mit dem Kleinbus um sechs Uhr die Stadt.
Selbstverständlich wurde am ersten Ovoo auf dem Weg angehalten und ein Gebet gesprochen, dass wir den Weg schaffen und der Altai-Himmel über uns wacht.

In der kleinen Ortschaft Rote Birke holten wir die LKWs ein und montieren die Plakate, gemeinsam setzten wir die Fahrt fort.

Die Wegstrecke, die wir auf der unbefestigten Piste zurücklegen musste, forderte schon alles von den Fahrern und den LKWs. Es mussten so einige Anhöhen überwunden werden und es ging oft nur schleichend voran.

Wichtigen Gästen kommt man entgegen! So wurde unser Konvoi ca. 10 km vor dem Ziel von vielen Nomaden begrüsst. Schnell wurde ein kleiner Tisch in der Steppe aufgestellt und mit weissen Speisen gedeckt. Galtai und ich wurden mit einer in einem blauen Hadak (seidenes Gebetstuch) gehaltenen Silberschale voll Milch und herzlichen Worten von Ganbaatar begrüsst.
Erklärung: Es ist sehr wichtig immer zuerst etwas Weisses zu trinken oder zu essen. Besonders Milch, das ist das Wertvollste was die Nomaden haben und die daraus gemachten Milchprodukte. Es soll heissen, wir ehren euch, wir geben euch das Beste was wir haben.

Dann wurde erst einmal Tee getrunken und die Schnupftabakflaschen getauscht. Dieses Ritual wird bei jeder Begrüssung gemacht um einander würdevoll zu begrüssen und Respekt zu zeigen und ihn zu fragen wie es ihm geht.

Die Temperaturen wurden in den letzten Tagen milder, dennoch fand diese Begegnung und das «Picknick» in der Steppe bei mindestens -20°C statt.

Wir fuhren weiter und um die späte Mittagszeit hat der Hilfskonvoi mit einem 40 Tonner voll Kraftfutter und vier LKWs mit je 10 Tonnen Heu den Verteilplatz beim Winterlager des Nomaden Sazyk erreicht. Von überall her kamen die Nomaden oder warteten bereits auf uns. Wir wurden erneute herzlichst empfangen und begrüsst. Dieser Ort wurde von Galtai gewählt, weil er mit den LKWs zu erreichen war und strategisch ungefähr in der Mitte lag.
Galtai sprach im Namen der drei Hilfsorganisationen (Open Hearts for Mongolia, Förderverein Mongolei e.V. und Galsan Tschinag Stiftung) zu den Nomaden und erklärte den Ablauf. Der älteste der Nomaden ergriff das Wort sprach berührende Worte des Dankes und erzählte kurz was sie mitgemacht hatten. Diesen Menschen in ihrer tiefsten Not zu begegnen, hat eine sehr emotionale Tiefe und forderte von mir Standfestigkeit. Es war ein sehr berührender Moment und ich schluckte meine Tränen runter.

Keiner, aber wirklich keiner, hat sich einfach bedient und genommen. Der Nomade Mönköö hatte seit Tagen in einem abgegriffenen Schulheft eine akribische Einteilung gemacht. Dazu zog er noch zwei andere Nomaden zu Rate und besprach alles mit Galtai. Er kennt alle betroffenen Nomaden im Kreis 6 und 8, wo die Not am schlimmsten ist, und wusste um die Verluste und wer besonders schwache und vom Tod bedrohte Tiere hatte. 

Es war nicht möglich, mit den LKWs in die einzelnen Täler und Winterlager zu den Nomaden zu fahren, weil die unbefestigten Wege nicht passierbar waren für so grosse und schwere Lastwagen. Die Nomaden, die einen russischen Kleinbus oder einen kleinen Lieferwagen haben oder ausleihen konnten, halfen den anderen ihre Futterzuteilung nach Hause zu bringen. Es herrschte ein reges Treiben und die Transporter fuhren so einige Male zur Weiterverteilung hin und her. 

 

Sogar die Kinder hatten schulfrei und mussten nicht am Sonntag zurück ins Internat in Bezirkshauptstadt. Ein alter Mann freute sich so sehr über das Heu, dass er sich reinsetzte.

Die Tiere in der Umgebung konnten nicht mehr warten und kamen und frassen sich satt.

Das Verteilen ging bis in den Abend und wurde von Galtai die ganze Zeit begleitet und er führte daneben viele Gespräche mit den Nomaden. Mit ziemlich kalten Gliedern vom stundenlangen stehen in der kalten Wintersteppe, genossen wir unser Abendessen in der Jurte von Sazyk und den heissen Milchtee. Wie gut es uns schmeckte. Wir hatten es geschafft! Wir waren sehr dankbar, dass wir es ohne Unfall oder anderen misslichen Lagen geschafft hatten und die Anspannung fiel von uns ab.

Wir hatten danach noch eine ca. einstündige Fahrt vor uns zu unserem Nachtlager in der Jurte von Japan. Der Weg führte teilweise durch tiefen Schnee und war nicht einfach zu bewältigen. Einmal mehr fragte ich mich, wie ist es möglich, dass wir den Weg finden. Die Nomaden haben wohl ein eingebautes GPS- System, sie orientieren sich an der Sonne, dem Mond und den Sternen.
Selbstverständlich wurde dann nochmals für uns gekocht, als wir in der Familie Japan ankamen. Gästen entbietet man immer und zu jeder Zeit den höchsten Respekt und die grösste Ehre. Der Milchtee dampfte im Kessel und es wurden Buuz (gefüllte Teigtaschen) für uns zubereitet. Und wieder hörten wir herzliche Worte des Dankes und der Erleichterung, dass jetzt wenigstens die verbleibenden Tiere überleben konnten. Weit nach Mitternacht fielen wir auf unser Nachtlager, das liebevoll von der Hausfrau für uns hergerichtet wurde. Sie legte sogar noch ihren Schaffell-Deel über mich, damit ich auch warm genug hatte. Die Öfen in der Jurte haben keinen Wärmespeicher, wenn kein Dung mehr nachgelegt wird, wird es kalt.
Am nächsten Morgen wurde sogleich am nahe gelegenen Ovoo ein Dankesritual abgehalten. Dies ist die Angelegenheit der Männer. Die Frauen haben ihren eigenen kleinen Ovoo vor der Jurtentüre. Sie bereiten für die Männer den Milchtee und die weissen Speisen zu für das Dankesgebet.
Ich durfte mit und fotografieren und filmen.

Die ersten Fütterungen der Tiere in der Steppe haben wir miterlebt. Aber wir sahen auch wie abgemagert und erschöpft die Tiere sind. Um die trächtigen Muttertiere zu schützen, legen ihnen die Nomaden alte Decken über.

Die Rippen von vielen Pferden konnten wir selbst durch das dichte und dicke Winterfell gut sehen. Der Widerrist und der Rücken waren ganz abgemagert und eingefallen. Durch das verzweifelte Scharren im Schnee war bei vielen Pferden der Huf verletzt. Die Nomaden versuchen mit einem alten Stück Filz unter einem Hufeisen den Pferden zu helfen.

Wir waren hautnah bei Tieren, die auf der Steppenerde lagen, noch lebend aber langsam in den Tod hinübergleitend, das Lebenslicht war erloschen und wir konnten sie nicht retten. Meine Tränen wurden an den Wimpern zu Eiskristallen.
Völlig entkräftete Tiere wurden auf Pferden nach Hause gebracht.

Viele Tieren lagen tot in der Steppe. Die Nomaden überlassen diese Tiere der Natur. Als «verweichlichte» Europäerin waren diese Momente für mich sehr schwer zu ertragen.
Wir fuhren über die Steppenerde, die nichts mehr hergab, unmöglich für die Tiere hier noch Fressen zu finden.

 

 

 

 

 

 

Die ersten Lämmer wurden geboren! Wir haben zusammen mit ihnen in der Jurte geschlafen als wären es unsere Kinder. Es war viel zu kalt für die Kleinen Draussen.

Wir haben in den weiteren Tagen viele Besuche bei den Nomaden gemacht und in verschiedenen Jurten übernachtet. Wir wurden von allen eingeladen, was aber nicht zu bewältigen gewesen wäre. Diese Besuche sind sehr wichtig, es geht hier um den menschlichen Austausch. Wir brachten nicht «bloss» Futter, wir brachten auch menschliche Nähe, Hoffnung und Verständnis. Und wir brachten auch die guten Wünsche, die lichten Gedanken und die Zuversicht, die Sie, liebe Spender, uns übermittelt haben.
Der Nomade Okhtover sagte: «Bitte sagt den Menschen, die uns geholfen haben auf der anderen Seite der Erde, dass wir uns sehr angestrengt haben und auch weiter anstrengen werden, aber wir haben es alleine nicht mehr geschafft». Und immer wieder hörten wir ein ergreifendes und tief ehrliches «маш баярлала» – «masch Bajarla – vielen Dank.
Es sprach sich in den Tälern schnell herum, in welcher Jurte wir gerade zu Besuch waren und schnell kamen die Nomaden aus der Nachbarschaft herüber. Galtai wurden sehr viele tragische Geschichten erzählt, wie die Nomaden die letzten Wochen und Monate überstanden haben. Die Nomaden erzählten unter anderem, dass viele Yaks den Magen voller Sand und Steine gehabt hätten, weil sie kein Gras mehr fanden. Sie versuchten mit Pflanzenöl die Mägen zu reinigen, viele Yaks seien auch deshalb gestorben. Viele haben ihre kargen Ersparnisse genommen um Heu und Kraftfutter zu kaufen, viele haben Kredite aufgenommen oder die Rente der Eltern verpfändet. Sie waren am Ende, konnten nicht mehr zu Geld kommen.
Der Staat hat nur bedingt geholfen, es gab lediglich eine geringe Menge Kraftfutter und Heu, dazu von minderer Qualität, die die Nomaden beziehen konnten und sie müssen den Betrag im Frühjahr zurückzahlen.
Wir konnten nicht genügend Heu von guter Qualität so schnell nach Ölgy bringen lassen. So erreichte noch 1 LKW einige Tage später mit 5 Tonnen Heu vom Seegebiet aus der Grenzregion Tsengel zur Weiterverteilung. Die Nomaden für diese Zuteilung hatten bereits eine kleine Ration erhalten um die Tage zu überbrücken.
Insgesamt konnten wir im Bezirk 6 und 8, der am schlimmsten betroffen war (vor 2 Jahren waren es die Bezirke 7 und 4) 80 Familien mit insgesamt 40 Tonnen Kraftfutter und 45 Tonnen Heu helfen, die ärgste Not zu lindern. Mit dieser Zuteilung werden es die Tiere, die überlebt haben, bis in den Frühling hineinschaffen und langsam wieder zu Kräften kommen. Vor allem aber die Muttertiere und die frisch geborenen Jungtiere.
Die Temperaturen sind milder geworden im Altai. Tagsüber an die -5 bis -15°C und nachts zwischen -15°C und -25°C. Die Nomaden sprachen davon, dass sie hoffen, dass der Frühling in diesem Jahr früher kommt, das wird aber nicht vor Ende April sein.
Im Namen der Nomaden sprechen wir Ihnen, liebe Spenderinnen und Spender und Freunde, nochmals unseren tiefen Dank aus. Selbst am Flughafen in Ölgy als wir abflogen, sagte der kasachische junge Mann am Check-In – ihr seid doch die, die das Heu und Kraftfutter gebracht habt, vielen Dank für eure Hilfe. Hoffentlich geht es den Nomaden jetzt besser.
Als Präsidentin von Open Hearts for Mongolia verbürge ich mich, dass jeder Rappen Ihrer Spende für Heu und Kraftfutter und den Transport zum Verteilerplatz verwendet wurde.
Ich weilte im Monat Februar gerade privat in den Ferien in der Mongolei (auf eigene Kosten) und habe deshalb sofort entschieden, den Hilfskonvoi in den Altai zu begleiten. Kein Spendengeld wurde für diese Kosten verwendet.
Ich möchte auch Galtaikhuu Galsan meinen grossen Dank aussprechen. Er hat im Vorfeld in der Organisation und auch vor Ort, bei der Verteilung und für die Nomaden Grossartiges geleistet.
Es waren sehr berührende, lange und intensive Tage im Altai. Ich wurde überwältigt von sowohl grossen Tragödien und sehr traurigen Schicksalen wie auch strahlenden Augen und tief empfundenem ehrlichen Dank. Die Nomaden hatten wieder Mut und Zuversicht. Mit Ihrer Hilfe konnten wir vielen Tieren das Leben retten und 80 Nomadenfamilien helfen ihre Existenzgrundlage zu bewahren.
Auf dem Weg zum Flughafen sagten wir an einem Ovoo nochmals Danke, dass wir so viel Hilfe von unseren Spendern bekommen haben und, dass der Altai Himmel uns beschützt hat.

Barbara Simeon, auch im Namen von Galtaikhuu Galsan
5. März 2019