Galsan Tschinag

Schriftsteller, Schamane, Stammesoberhaupt.
Als Student versprach er: „Ich werde eine Brücke sein zwischen Ost und West!“ – seine Vision hat sich erfüllt: eine große deutsche Tageszeitung ehrte ihn  mit den Worten „Er ist eine Brücke zwischen Ost und West!“
Galsan Tschinag verbindet das Morgenland mit seinem urzeitlichen Schamanen- und Nomadentum und das Abendland mit dessen philosophischer Aufklärung und dem neuzeitlich-technischen Fortschritt. Sein Wirken richtet sich auf eine Ergänzung der Neuzeit mit der Altzeit, der modernen Kenntnisse der Menschheit mit dem Urwissen seines Volkes: so sind der achtsame Umgang mit der Natur, die einfache Lebensweise,  voller liebe- und vertrauensvollem Miteinander, die zentralen Themen seiner Werke.
In den 1960ern studierte er Germanistik in Leipzig und begann, in deutscher Sprache zu schreiben. 1992 erhielt er den Adelbert-von-Chamisso-Preis, 1994 den Puchheimer Leserpreis und 2001 den Heimito-von-Doderer-Preis. 2002 wurde ihm das Bundesverdienst-kreuz verliehen, 2006 wurde er als Verdienter Kultur-schaffender der Mongolei ausgezeichnet. 2008 erhielt er den Literaturpreis der Deutschen Wirtschaft, 2009 den Europäischen Trebbiapreis für sein Lebenswerk und 2012 den Literaturpreis der Stadt Marburg.
Der Erlös seiner Bücher und seines Wirkens geht in die gemeinnützige Galsan Tschinag Stiftung Ulaanbaatar.

Galsan Tschinag